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SPORTARENA
01.02.10, 15:06
| News1
Der bewunderte Weltstar Roger Federer und sein Erfolgsgeheimnis. (Bild Nike)

Perfektionist Roger Federer schreibt das Drehbuch wesentlich mit

Die Superlativen von Roger Federer zu beschreiben wird nach 16 Grand-Slam-Triumphen immer schwieriger. Der 28-jährige Schweizer ist auf dem Tennisplatz eine einzige Superlative. Doch auch abseits des Courts agiert der Racket-Maestro perfektionistisch.
An gleicher Stelle, wo er vor einem Jahr nach der Finalniederlage gegen Rafael Nadal bittere Tränen vergoss und wo am Sonntag der stark spielende Verlierer Andy Murray weinte, sagte Roger Federer von sich aus, wie viel ihm dieser vierte Erfolg in Melbourne bedeutet: "Das ist mein erster Grand-Slam-Sieg als Vater." Längst hatte er sich überlegt, was er in der Siegerrede sagen wird. So funktioniert Roger Federer. Alles ist perfekt geplant. Für den Match sind immer genügend Schläger, Schweissbänder und Leibchen eingepackt und mitgebracht. Da braucht der 28-jährige Baselbieter nicht wie sein sechs Jahre jüngerer Gegner Murray während einer Spielpause schweissgebadet die Betreuer auf der Tribüne um ein trockenes T-Shirt zu bitten.

Selbst vor Autogrammstunden testet Roger Federer die Filzstifte, ob sie denn sauber und mit fester Farbe schreiben. Nichts überlässt der beste Tennisspieler aller Zeiten dem Zufall. Schon gar nicht bei der Medienarbeit, die klar geregelt ist. Er lässt sich während und nach der Pressekonferenz viel Zeit, spricht mit den Journalisten Englisch, Französisch, Deutsch und Schweizerdeutsch. Aber so bald er den Mediensaal verlassen hat, gehört die Zeit ihm und seinem näheren Umfeld.

Perfektionist Roger Federer schreibt das Drehbuch wesentlich mit. Darum ist der Tennis-Superstar kaum einmal gereizt oder aus der Fassung.

Daniel Wyrsch, News1  
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