Haben Sie Haustiere? Was würden Sie sagen, wenn man Ihrem Kätzchen das Rückenmark durchtrennte oder das Gehirn amputierte? Die Vorstellung schockiert. Aber genau solches wird in der Forschung getan. Zum Beispiel an der Uni Freiburg mit Affen.
Im Jahr 2008 sind schweizweit an 730‘000 Tieren Versuche durchgeführt worden (
Link). Der Schweregrad genannter Versuche ist natürlich höchst unterschiedlich; während rund ein Drittel sich darauf beschränkt, die Verhaltensweise oft auf kleinstem Raum eingesperrter Tiere zu „erforschen“, beinhalten dennoch zwei Drittel der Versuche leichte bis sehr schwere operative Eingriffe, mit zum Teil bleibenden Beschwerden für die betroffenen Tiere.
Fragte man: „Quälen Sie gerne Tiere?“ Würde wohl kaum einer mit „Ja“ antworten. Dagegen gibt es immer noch Leute, die Tierversuche verteidigen. Angeblich sollen mit den gewonnenen Erkenntnissen Leben gerettet werden können. Leider ist aber eher das Gegenteil der Fall: Ein in Tierversuchen als harmlos eingestuftes Medikament hat schon des Öftern beim Menschen schwere Nebenwirkungen hervorgerufen (Beispiele dazu finden sich
hier
Der tatsächliche Nutzen von Tierversuchen ist oft unklar. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass in den letzten Jahren zahlreiche andere, weitaus zeitgemässere Forschungsmethoden entwickelt worden sind (Eine Auflistung findet sich
hier
Aber manchen Forschern scheint der Forschergeist zu fehlen: Anstatt sich auf Technologien mit Zukunft einzulassen, klammern sie sich am Altbekannten fest. Wenn man ihnen schon nicht die Augen öffnen kann, so muss man wenigstens ihrem Treiben Einhalt gebieten.
Womit wir wieder beim Anfang wären – nicht bei Ihrer Hauskatze, aber bei den Affen der Uni Freiburg. Falls diese Ihr Mitleid geweckt haben, können sie unter
www.zugetive.ch eine entsprechende Petition unterzeichnen. Und falls Ihnen das nicht genügt: Am 19. September finden in Fribourg Veranstaltungen und eine Demo unter dem Titel „Stoppt Tierversuche. Für jene, die sich um das Wohl aller Tiere, und nicht nur des eigenen Büsis sorgen.