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03.02.10, 07:29
| News1
lena schneller

"Auch an die Jungen denken", schreibt FDP-Präsidentin Lena Schneller

Auf seltsame Art verdrängt unsere Gesellschaft das Älterwerden. Ich fühle mich an das Bonmot erinnert: Alle wollen alt werden, niemand will alt sein.
Die heutige Rentnergeneration wurde überwiegend in den Jahren 1930-44 geboren. Es waren im Gefolge der Weltwirtschaftskrise geburtenschwache Jahrgänge. So kamen damals rund 30‘000 Kinder weniger zur Welt als noch um 1900. Heute stehen wir am Beginn der Baby-Boomer-Pensionierung. Der Höhepunkt wurde 1964 mit 113‘000 Geburten erreicht. Nur 20 Jahre später waren es 38‘000 weniger.

Man könnte aus diesen längst bekannten Daten herauslesen, dass immer weniger Erwerbstätige die Altersvorsorge für immer mehr Rentner zu schultern haben werden. Im Umlageverfahren der AHV kommen heute 3,7 Aktive für eine Rente auf. In gut 25 Jahren werden nur noch zwei Berufstätige eine Rente finanzieren müssen.

Ich finde, wir sollten diesen Hintergrund bei der Abstimmung über die notwendige Anpassung des Umwandlungssatzes vor Augen haben. Die berufliche Vorsorge beruht anders als die AHV auf dem Kapitaldeckungsverfahren. Dieses mutiert aber immer stärker zum AHV-Umlagesystem, wenn der Mindestumwandlungssatz zu hoch bleibt. Mit der Anpassung auf 6,4 Prozent bis 2016 erreichen wir eine Entlastung vor allem der jungen Berufstätigen. Andernfalls würden sie noch lange aus ihrem Pensionskassenguthaben an die Renten der Pensionierten zahlen müssen.

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