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12.10.09, 19:17
| News1

"Ja zur Atheistensteuer!", schreibt Simon Oberbeck, Präsident der Jungen CVP

Es gibt Exponenten in diesem Land, die seit Jahren die Abschaffung der Kirchensteuer verlangen. Jeder Mensch kann in der Schweiz frei wählen, ob er die Kirchensteuer bezahlen möchte oder nicht. Mit der Kirchensteuer werden zahlreiche soziale Tätigkeiten der Kirchen unterstützt. Vor allem in den Bereichen der Armenunterstützung, der Kranken- und Altenseelsorge und der Jugendarbeit.
 
Leider wird heute die Kirchensteuer allzu oft dazu missbraucht, Steueroptimierung zu betreiben. Steueroptimierung auf dem Buckel von sozialen Tätigkeiten, die für die gesamte Gesellschaft einen unverzichtbaren Mehrwert ergeben. Denn wer, wenn nicht die Kirchen kümmert sich beispielsweise um die (auch konfessionslosen) Sterbenden in den Spitälern und Altenheimen?
 
Das nicht alle Menschen Kirchensteuer zahlen möchten, weil sie keiner Konfession angehören, ist zu respektieren. Anstatt der Abschaffung der Kirchensteuer fordere ich die Atheisten und kirchenfernen auf, Ihren Gesellschaftsbeitrag ebenfalls zu leisten. Atheisten oder konfessionslose Menschen, die keine Kirchensteuer zahlen, sollen einen Beitrag an eine soziale Institution ihrer Wahl entrichten. Dieser Beitrag soll analog der Kirchensteuer bei der Steuererklärung angegeben werden können.
 
Gleiches Recht und gleiche Pflicht für alle, zum Wohle der Solidarität in unserer Gesellschaft!
KOMMENTARE
Need-Che 15.10.09, 13:55

Bevor man solche Art Steuererhöhung - denn um so etwas handelt es sich - macht, sollte genauer geprüft werden, in wie weit die Kirchensteuereinnahmen wirklich karitativ eingesetzt werden.

Kirchliche Kindergärten z.B., zumindest hier in Deutschland, werden zu 100% aus städtischen Steuergeldern, und damit mit von uns allen, getragen. In vielen Fällen sind nur die Immobilien in kirchlicher Hand und werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Für diese 'Überlassung' erhalten die Kirchen aber eine Plattform zur Indoktrination der jungen Generation. Es handelt sich also eher um eine Art Investment zur Mitgliedergewinnung, und damit um keine Sozialtat.

Ich unterstützte Ihren Vorschlag ausdrücklich. Jeder sollte zahlen! Und zwar in einen treuhänderischen Fond, der unabhängig von Organisationen die Einzahlung verwaltet und an Krankenhäuser, Altersheime und ähnliches verteilt. Bei der Verteilung wird sichergestellt, daß hierbei keine Einrichtung benachteiligt wird, weil sie z.B. von türkisch-stämmigen Mitbürgern betrieben wird.