"Zivildienst gewährleistet Wehrgerechtigkeit!", meint Simon Oberbeck, Präsident Junge CVP
Die sicherheitspolitische Kommission des Ständerates hat letzte Woche einen sehr fragwürdigen Entscheid gefällt.
Die Abschaffung der Gewissensprüfung im Zivildienst sei ein falscher Entscheid gewesen und müsse überprüft werden. Das Parlament hat klar entschieden, dass die Gewissensprüfung abgeschafft wird. Der Zivildienst hat seither einen regelrechten Boom erlebt und das ist gut so. Der Zivildienst ist ein äusserst wertvoller Dienst am Vaterland, der es immer mehr möglich macht, dass heute und in Zukunft die Wehrgerechtigkeit einigermassen gewahrt wird.
Der Gedankengang, dass dieser Boom der Armee Rekruten wegnimmt und diese damit in Frage gestellt wird, ist unhaltbar. Die Armee muss in absehbarer Zukunft ihre Truppen substanziell reduzieren, was dazu führen wird, dass der Zivildienst an Bedeutung gewinnen wird. Mit der Abschaffung der Gewissensprüfung hat das Parlament einen richtigen Entscheid gefällt, der Armee und Zivildienst stärkt. Damit gehen nämlich endlich nur mehr Dienstpflichtige ins Militär, die ein Grundmass an Motivation mitbringen. Dies ist wiederum dringend nötig, um die Qualität der Armee zu steigern. Die Armee täte gerade deswegen gut daran, endlich den Zivildienst als Alternativdienst anzuerkennen. Bundesrat Maurer ist nun gefordert und ich bin sehr gespannt auf den Sicherheitsbericht. Die Debatte um den Zivildienst ist eine Scheindebatte. Herr Bundesrat Maurer, packen Sie die wahren Probleme der Armee an!